Warum ein Coach kein Therapeut sein kann – Eine Reise in die Welt der Unterstützung

Vor vielen Jahren befand ich mich an einem Wendepunkt in meinem Leben. Ich wurde Führungskraft und war fest entschlossen, mein berufliches und persönliches Potenzial voll auszuschöpfen. So entschloss ich mich, die Unterstützung eines Coaches in Anspruch zu nehmen. Der Coach war erfahren und half mir, klare Ziele zu setzen und Strategien zu entwickeln, um diese zu erreichen. Es war eine aufregende Zeit voller positiver Veränderungen. Doch während meiner Reise lernte ich auch, dass ein Coach kein Therapeut ist und auch keiner sein kann – und das ist eine wichtige Unterscheidung.

Stell dir vor, du stehst an der Schwelle zu einem neuen Abenteuer. Ein Coach ist wie ein erfahrener Guide, der dir hilft, die Route zu planen, dich ermutigt, deine Träume zu verfolgen, und dir Werkzeuge an die Hand gibt, um Herausforderungen zu meistern. Er steht an deiner Seite, gibt dir Ratschläge und feiert deine Erfolge mit dir. Doch was passiert, wenn du plötzlich auf Hindernisse stößt, die tief in deinem Inneren verwurzelt sind? Hindernisse, die aus alten Wunden, tief sitzenden Ängsten oder Traumata resultieren?

Hier beginnt die Reise, auf der der Coach dir nicht weiter folgen kann. Es ist die Reise in die Tiefen deiner Psyche, wo ein Therapeut gefragt ist. Ein Therapeut ist wie ein erfahrener Taucher, der sich in die Tiefen deines Unterbewusstseins begibt. Er hat die Ausbildung und die Werkzeuge, um dich sicher durch diese oft dunklen und unruhigen Gewässer zu führen. Er kann dir helfen, die Ursprünge deiner Ängste und Schmerzen zu erkennen, sie zu verstehen und schließlich zu heilen.

Während meiner Coaching*Sitzungen stieß ich auf Fragen und Gefühle, die über das hinausgingen, was mein Coach bewältigen konnte. Ich fühlte mich manchmal überwältigt von Emotionen, die aus meiner Vergangenheit stammten, und brauchte jemanden, der mir half, diese zu durchdringen und zu verarbeiten. Hier kam die Erkenntnis: Ein Coach und ein Therapeut haben unterschiedliche Rollen und Fachgebiete.

Ein Coach konzentriert sich auf das Hier und Jetzt und die Zukunft. Er hilft dir, deine Ziele zu definieren und einen klaren Plan zu erstellen, um diese zu erreichen. Er motiviert dich, Verantwortung zu übernehmen und proaktiv zu handeln. Ein Coach ist ideal, wenn du bereit bist, dich auf die Gegenwart zu konzentrieren und konkrete Schritte zu unternehmen, um deine Ziele zu erreichen.

Ein Therapeut hingegen arbeitet mit dir daran, die Vergangenheit zu verstehen und zu heilen. Er hilft dir, tief verwurzelte emotionale und psychische Probleme zu bewältigen. Ein Therapeut bietet einen sicheren Raum, um über traumatische Erlebnisse zu sprechen und hilft dir, diese zu verarbeiten. Er unterstützt dich dabei, gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln und dich emotional zu stabilisieren.

Es war diese Erkenntnis, die mich dazu brachte, neben meinem Coaching auch eine Therapie zu beginnen. Die Kombination aus beiden Ansätzen erwies sich als äußerst kraftvoll. Der Coach half mir, nach vorne zu schauen, während der Therapeut mir half, meine Vergangenheit zu verstehen und zu heilen. Beide Rollen sind wichtig, aber sie sind nicht austauschbar.

In der heutigen Welt, in der persönliches Wachstum und Selbstverbesserung so wichtig sind, ist es entscheidend zu verstehen, wann ein Coach hilfreich ist und wann ein Therapeut benötigt wird. Es ist keine Schwäche, beide Unterstützungsformen in Anspruch zu nehmen – im Gegenteil, es zeigt Stärke und Selbstbewusstsein, sich die richtige Hilfe zu suchen.

Die Reise zur Selbstentdeckung und Heilung ist einzigartig für jeden von uns. Aber eines ist sicher: Ein Coach kann kein Therapeut sein, und das ist auch gut so. Beide Rollen ergänzen sich wunderbar, und gemeinsam können sie uns helfen, unser volles Potenzial zu entfalten und ein erfülltes, gesundes Leben zu führen.

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